Der Innovationsradar Preis

Die Europäische Kommission hat einen Wettbewerb gestartet, um die besten zukünftigen Innovatoren Europas zu ermitteln. Die Öffentlichkeit ist aufgefordert, unter 36 Nominierten, die im Rahmen von EU-finanzierten Projekten Innovationen entwickelt haben, für ihren Favoriten zu stimmen. Die Finalisten kommen aus allen Teilen Europas, aus KMU, Universitäten und Start-ups und liefern eine Vielzahl wissenschaftlicher und technologischer Durchbrüche. Sie wurden mit Hilfe des Innovation Radar der Europäischen Kommission ermittelt, einem datengesteuerten Motor, der darauf abzielt, Innovationen mit hohem Potenzial und die wichtigsten Innovatoren dahinter zu identifizieren.

Die Nominierten werden in vier Kategorien eingeteilt:

Tech for Society – Anerkennung von Technologien, die sich auf die Gesellschaft und die Bürger auswirken
Innovative Wissenschaft – Spitzenwissenschaft zur Untermauerung der technologischen Fortschritte von morgen
Industrial & Enabling Tech – die nächste Generation von Technologie und Komponenten zur Unterstützung der Industrie
Innovation unter der Leitung von Frauen – Anerkennung dynamischer Frauen, die Teams leiten, die mit EU-Mitteln große Innovationen entwickeln
Diese öffentliche Abstimmung wird über 3 Innovatoren aus jeder der 4 Kategorien entscheiden. Die 12 Finalisten werden ihre Pläne, ihre Innovation auf den Markt zu bringen, bei der Veranstaltung “Innovative Europe Hub”, die Teil der “Europäischen Forschungs- und Innovationstage” ist, die vom 25. bis 26. September 2019 in Brüssel stattfinden, einer Expertenjury vorstellen.

Die Jury wird einen Gewinner aus jeder Kategorie und einen Gesamtsieger bestimmen, der in einer euronews-Sendung über seine Innovation und sein Marktpotenzial berichtet.

Warum ein Innovationsradar?

Das europäische Forschungs- und Entwicklungsprogramm Horizont 2020 mit einem Budget von fast 80 Milliarden Euro hat einen stark gestiegenen Fokus auf die Unterstützung von Innovation. Die EU investiert stark in die Unterstützung von Innovatoren, insbesondere mit dem Pilotprojekt des Europäischen Innovationsrates (EIC). Tatsächlich wurden mehrere der Finalisten des diesjährigen Innovations-Radar-Preises im Rahmen des EIC-Pilotprojekts unterstützt. Im Rahmen von Horizon Europe wird die Europäische Kommission den EIC ausbauen, um europäische Innovatoren zu unterstützen, die sich um die Entwicklung von marktschaffenden Innovationen bemühen, die unserer Wirtschaft und Gesellschaft Vorteile bringen werden.

Der Innovationsradar verwendet ein Modell, das zusammen mit der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission entwickelt wurde, um den innovativen Output von EU-finanzierten Forschungs- und Innovationsprojekten zu analysieren. Seit April 2018 kann die Öffentlichkeit über die datengesteuerte Webplattform Innovation Radar und Smartphone-Apps (Google Play und iOS App Store) ein hohes Potenzial an EU-finanzierten Innovationen entdecken.

Die Europäische Kommission baut den Innovationsradar auch in enger Zusammenarbeit mit den 22 europäischen Ländern aus, die in diesem Jahr die Erklärung zum Innovationsradar bisher unterzeichnet haben.

Frühere Preisträger des Innovationsradar-Preises

Im Jahr 2018 war der Gesamtsieger Gr3n, ein Schweizer Unternehmen, das mit EU-Förderung ein neues Verfahren erfunden hat, mit dem PET-Kunststoffe ohne Verlust der mechanischen Eigenschaften des Kunststoffs recycelt werden können. Ein industrielles Pilotprojekt für das Scale-up des vollständigen De-Polymerisationsprozesses ist im Aufbau. Dazu gehört ein neuer Reaktor-Prototyp, der in einen optimierten Reinigungsprozess eingebettet wird. Dies wird der letzte Schritt sein, um dann die Industrialisierung abzuschließen und diese revolutionäre Recyclinglösung auf den Markt zu bringen.

Im Jahr 2017 war der Gesamtsieger im CATEC, einem spanischen Luftfahrtforschungszentrum, für Industriedrohnen, die sie mit EU-Mitteln entwickelt haben. Ihre Drohnen können nicht nur “sehen” aus der Luft, sondern auch “berühren und fühlen”. Die CATEC-Drohnen – die einen Roboterarm, fortschrittliche Software und modernste Sensoren integrieren – eröffnen neue Möglichkeiten für die Durchführung von Industrieinspektionen, die einen Kontakt erfordern.

Im Jahr 2016 wurde der Gesamtpreis für Innovation Radar an Intrinsic-ID, ein niederländisches KMU, verliehen, das eine einzigartige Technologie entwickelt hat und zu einem weltweit führenden Anbieter von Sicherheitssystemen geworden ist. Ihre Technologie – Authentifizierungstechnologie auf der Grundlage des elektronischen Fingerabdrucks von Geräten – wurde im Rahmen des von der EU geförderten Projekts PUFFIN entwickelt. Intrinsic ID verkauft diese Technologie heute an Kunden in der ganzen Welt.

Der allererste Innovations-Radar-Preis wurde an BroadBit vergeben. Seitdem hat BroadBit, ein ursprünglich aus der Slowakei stammendes, aber jetzt in Finnland ansässiges KMU, zusätzliche Mittel zur Finanzierung der Erweiterung und Produktion seiner innovativen Batterietechnologie aufgebracht.

Weiterlesen...

IKEA testet Möbel-Sharing

Ikea soll im Rahmen der Bemühungen um den Aufbau eines umweltfreundlicheren Unternehmens mit der Vermietung von Möbeln beginnen. Der weltgrößte Möbelhändler sagte, er wolle die

Weiterlesen...

Der Innovationsradar Preis

Die Europäische Kommission hat einen Wettbewerb gestartet, um die besten zukünftigen Innovatoren Europas zu ermitteln. Die Öffentlichkeit ist aufgefordert, unter 36 Nominierten, die im Rahmen

Weiterlesen...